Sonderausstellungen
im Deutschen Gartenbaumuseum Erfurt

"Kräuter, Drogen und Extrakte – Pflanzenwirkstoffe im Alltag"


Pflanzen bieten in ihrem Inneren eine schier unermessliche Vielfalt chemischer Mixturen, mit denen sie ihr Überleben meistern. Diese können für den Menschen tödliches Gift aber auch lebensrettendes Elixier sein. In Produkten aus Medizin, Kosmetik, Haushalt und Technik entfalten sie in oft kleinsten Mengen große Wirkung und werden z. T. schon seit frühesten Zeiten von Menschen genutzt. Die Ausstellung stellt ausgewählte Inhaltsstoffe vor und zeichnet den erstaunlichen Weg von der Gewinnung aus der Pflanze bis zum fertigen Produkt nach.

Die Ausstellung ist in der Zeit vom 06.03. bis zum 31.10.2011 im Deutschen Gartenbaumuseum zu sehen. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr, Juli bis September auch am Montag.

 
Auf Grund ihrer zahlreichen besonderen Inhaltsstoffe vor allem im ätherischen Öl (Bisabolol, Matricin und Matricarin, Chamazulen) zählt die Kamille zu den bekanntesten Heilpflanzen. Sie wird vor allem in Thüringen großflächig angebaut. ©Ilka Plötner
 
Iryna Smetanska forscht an den Glucosinolaten des Teltower Rübchens. In 100 Gramm des Kohlgemüses sind bis zu 800 Milligramm dieser Substanz enthalten. ©Ulrich Dahl, Technische Universität Berlin
 
Vitamin C, ein wirksames Antioxidans liegt in hoher Konzentration in Zitrusfrüchten vor und schützt wichtige Inhaltsstoffe in Zellen vor Zersetzung.
©Renate Franke, pixelio.de
 
Tablettenkerne werden mit einem Schutzfilm überzogen, der die Einnahme erleichtert, den Geruch einschließt und die Haltbarkeit verbessert.
©Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG
 
Bei der Extraktion werden die besonderen Inhaltsstoffe mit einer großen Menge Auszugsmittel aus der getrockneten Pflanze herausgelöst. In einer Verdampferanlage wird das Auszugsmittel entfernt. Aus dem Flüssigextrakt entsteht ein Pflanzendick- bzw. ein Trockenextrakt, der in Produkten verarbeitet wird. ©Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG
 
Viele Pflanzenöle enthaltenen besondere Fettsäuren, die in der Medizin, Technik oder Kosmetikindustrie eine wichtige Rolle spielen.
Dazu zählen beispielsweise die Gamma-Linolensäure im Nachtkerzenöl oder die Punicinsäure im Granatapfelkernöl. ©Margot Kessler, pixelio.de
 
Blick in die Pflanzen, wo besondere Inhaltsstoffe produziert, gelagert und transportiert werden. Hier eine Löwenzahnwurzel. ©Jörg Weiß, Mikroskopisches Kollegium Bonn
 
Ein Tabakblatt mit Drüsenhaaren. Sie geben das im Blattinneren gespeicherte Nicotin nach außen ab. Der Gehalt an Nicotin schwankt im Tabak zwischen 0,5% in den Wurzeln, wo es gebildet wird, bis zu 10% in den Blättern, wo es angesammelt wird, um Fraßfeinde abzuwehren. ©NiCoTa GmbH, Saskia Wirth
 
Chinin unter dem Mikroskop bei 200facher Vergrößerung im polarisierten Durchlicht fotografiert. Der besonderer Pflanzeninhaltsstoff Chinin, ein Alkaloid, ist ein unscheinbares weißes Pulver, das aus der Chinarinde gewonnen wird.
©Klaus Herrmann, MicroLab
 
Blick in ein Hochregallager für Fertigarzneimittel. Die wertvollen Pflanzeninhaltsstoffe sind im Endprodukt eingearbeitet und befinden sich auf dem Weg zum Endverbraucher.
©Schaper & Brümmer GmbH & Co. KG
 

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