Gartenbaumuseum

Geschichte des botanischen Gartens Jena

Palmenhaus

Der Botanische Garten Jena blickt mittlerweile auf eine 432-jährige Entwicklung zurück. Damit ist er hinter dem Botanischen Garten in Leipzig die zweitälteste Einrichtung dieser Art in Deutschland. Schon kurz nach der Universitätsgründung benötigte man für die Ausbildung der Mediziner und Apotheker einen Ort, an dem Heilpflanzen kultiviert wurden. In der wechselvollen Geschichte übernahmen prominente Wissenschaftler die Leitung des Gartens. Die neuzeitliche Entwicklung hin zu einem wissenschaftlichen Garten in botanischem Sinn ist eng mit dem Schaffen und der Einflussnahme Goethes verbunden.

Auf einer relativ kleinen Grundfläche von 4,5 ha kultivieren die Mitarbeiter des Gartens zurzeit mehr als 10000 Pflanzenarten. Davon werden viele dauerhaft in unseren Schauhäusern gezeigt, die auf einer Fläche von knapp 2000 m² den Besucher durch unterschiedliche Klima- und Vegetationszonen führen. Es gibt sowohl historische Sammlungsteile als auch Neuzugänge, da im Zuge aktueller Forschungsvorhaben der Pflanzenbestand erweitert wird. Durch die Zugehörigkeit zur Universität, findet mit Hilfe des Gartens auch ein wesentlicher Teil der studentischen Ausbildung statt. Nicht zuletzt sind wir ein kultureller Ort oder bieten inmitten der Großstadt einfach eine Möglichkeit zum Erholen und Durchatmen.